Jahresbericht 2008, Natur u. Umwelt

Verehrte Gäste, liebe Mitglieder

Das Projekt Wunder Welt Wasser in Malente wird sehr gut angenommen, von Gästen und Einheimischen. Eine Erweiterung steht vielleicht nichts mehr im Wege. Die Besitzverhältnisse sind noch nicht genau geklärt. Auch für Kinder und Jugendliche wird in diesem Jahr noch etwas getan, angedacht sind einige Wasserspiele.

Die Forelle hat sich dank Helmut Schwarten  in vielen Seen in Ostholstein verteilt, so wurden 2008 im Kellersee, Diek- und Behlersee einige gefangen. Die Forelle aus dem Behlersee wog etwas über 7 Pfund.

Der Verein Wasser Otter Mensch hat nun einen hauptamtlichen Geschäftsführer, ehrenamtlich war dieses nicht mehr zu bewerkstelligen. Der Geschäftsführer wird zum größten Teil von der Kurt und Erika Schrobach Stiftung bezahlt. Der Fischotter ist hier bei uns in Ostholstein zuhause, in gewissen Gebieten zieht er auch Nachwuchs groß. Viele Projekte wie, Straßenunterführungen, Bermen, Fressteiche und Anpflanzungen als Beschattung und Ruhezonen, werden zum Teil von der Heinz Sielmann Stiftung bezahlt.  Bei Engelau, die Strecke Plön -Lütjenburg, entsteht 2009 eine Unterführung mit den Ausmaßen von 1,50 mal 2,00 m. Sie soll dem Fischotter, dem Kleingetier und der besseren Wasserführung dienen.

Ein Altarm der Schwartau wurde im letzten Jahr wieder geflutet,auch wurde eine angrenzende Wiese mit 2 kleinen Teichen renaturiert.Die Pflege hierfür wird von Herrn Matzen übernommen.3 Tage nach Fertigstellung wurden erste Fischotterspuren gesichtet.

Das Schilfprogramm hat erste Erkenntnisse preisgegeben,einmal der Rückgang in Zahlen

Von1965-2005 Eutiner See von 12 ha auf 4 ha
Kellersee 22,5 ha auf 3 ha
Dieksee 20 ha auf 4 ha
Plönersee 90 ha auf 11 ha
Trammersee 8,5 ha auf 2,0 ha

Durch Luftaufnahmen kann dieses bestätigt werden. Es gibt aber auch Lichtblicke, an bestimmten Stellen und Buchten gibt es auch Neubildung.

Die Absenkung der Wasserstände 1882 um 1,50m brachte 200haneues Land. Eine Erkenntnis, die Sohlgleiten lassen keine großen Wasserschwankungen zu,so dass sich das Schilf nicht mehr aussähen kann. Weiteres fressen Graugänse das Schilf über Wasser, fressen Bleshühner das Schilf unter Wasser richtet dieses noch größere Schäden an. Auch Fadenalgen drücken das Schilf unter Wasser, Schwimmhölzer, Stangen sogar Zäune sollen Abhilfe schaffen.Uferstreifen wurden von Bäumen und Sträuchern befreit,so das mehr Licht an den Wurzelstöcken kommen kann,was zu mehr Wachstum anregen soll. Auch wurden Neuanpflanzungen an bestimmten Stellen vorgenommen.Ein regelmäßiges Mähen bringt weniger Beifall von Ungeziefer. Dieses waren ein paar Beispiele um das Schilf im Bestand zu erhalten. Die Versuchsreihen sind noch nicht abgeschlossen.

Der Eisvogel ist nach 1973 der Vogel des Jahres 2009.

Der Aal ist Fisch des Jahres 2009. Weltweit alle 16 Arten haben einen starken Rückgang zu verzeichnen. Die 3 Atlantischen Arten, die bei uns vorkommen, sind am stärksten betroffen.  Jede Turbine im Fluß zur Stromerzeugung, wo keine Fischtreppe vorhanden ist, halbiert die Stückzahl. Von 100 Blankaalen und 5 Turbinen erreichen gerade einmal 5-6 Aale das Meer um zum Laichen weiter zu kommen. Auch könnten Aal Aufzuchtbecken dazu beitragen dieses zu ändern. Je nach Nahrungsaufnahme bilden sich beide Geschlechter. Wenn aber die größeren weiblichen Tiere zum Verzehr kommen und die anderen als Besatz in unsere Gewässer eingesetzt werden,  ist das Gleichgewicht nicht mehr gegeben. Auch müsste dem  Glasaalfang vor Portugal und Spanien mehr Einhalt geboten werden.

In Sibbersdorf wird 2009 ein Gewässer Seminar angeboten. Die Schwentine unterhalb vom ehemaligen Schiessplatz wird dann das Zielobjekt sein. Der Biologe Martin Purps und Dr. Bohn oder Herr Vollborn für Rechtsfragen haben ihre Zusage gegeben.

Für 2009 viel Petri Heil und den Fisch des Lebens DANKE

Johannes Fischer
Timmdorf Dorfstr.18
KAFV OH
Referent für Natur und Umwelt

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